Montag, 31. August 2009

Wir fahren mit dem Programm für Sie fort - nach diesem Hinweis

Liebe Leser,

ich esse gerne Lachs. Der meiste Lachs in den Supermärkten kommt aus Norwegen, England oder Kanada, wo er immer seltener frisch gefangen, sondern in Fischfarmen herangezogen wird. Viele dieser Fischfarmen werden in den offenen Küsten betrieben, um den Zuchtlachsen ein möglichst naturnahes Leben bieten zu können.

Jedoch hat diese offene Lachszucht einen riesigen Nachteil: Sie verschmutzt das Meer sowohl mit Medikamenten, als auch mit den Parasiten gegen welche die Medis wirken sollen. So werden Wildlachse geschädigt und ihr Bestand geht zurück.

Der zurückgehende Lachsbestand hat wiederum schwere Folgen für die Natur, ihre Bewohner und Anwohner der Küstengegend. Die Fischer können weniger wilde Lachse fangen und verkaufen, darunter leidet nicht nur die Wirtschaft, sondern auch der Tourismus - also auch wir, die in Kanada Urlaub machen und ihren Lachs in den Supermärkten kaufen. Wir bekommen immer seltener hochwertigen frischen wilden Lachs, sondern immer öfter hochgezüchteten, "medikamentenabhängigen" Lachs vorgesetzt.

Ich verfolge schon etwas länger Alexandra Mortons (Biologin, Walforscherin in BC) Kampf gegen die Lachszucht in den Buchten von British Columbia, wo sich norwegische Firmen angesiedelt haben und atlantischen Lachs in pazifischen Gewässern züchten. Die natürlichen Lachsbestände dort sind dramatisch zurückgegangen. Das große Problem sind dabei die von den atlantischen Lachsen eingeschleppten See-Läuse, gegen welche die einheimischen Lachse nicht gewappnet sind. Die Medikamente der Zuchtlachse schaden nicht nur den Lachsen, sondern auch anderen Meerestieren, die alle essentieller Bestandteile des Nahrungsnetzes sind. Eine ganze Küste ist abhängig vom Lachs - mit ihm gehen die Natur, der Tourismus und die Anwohner zu Grunde.

Bitte schaut darauf, wo der Lachs herkommt, den Ihr kauft! In "globalen Zeiten" wird der Naturschutz vor der eigenen Haustür immer wichtiger - aber auch BCs Haustür rückt durch die Globalisierung immer näher!

Für alle, die mehr wissen wollen:



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